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Januar bis Juni 2022. Mein persönlicher Rückblick auf die ersten 6 Monate des Jahres

Aktualisiert: 24. Apr.

Ende letzten Jahres befand ich mich in einem ziemlichen Loch. Wie sollte nur alles werden? Wie sollte es mit meiner Mütterpflegetätigkeit weitergehen? Oder sollte ich mich komplett aufs Coaching konzentrieren? Zwischen den Jahren habe ich mich dann hingesetzt und einen Halbjahresplan aufgesetzt, mit allem, was ich bis Ende Mai erreichen wollte. Schritt für Schritt, Monat für Monat eingeteilt. Und ich habe es tatsächlich geschafft, alle meine Ziele zu erreichen - wenn vielleicht auch nicht immer zu den geplanten Zwischenetappenzielen, aber Ende Mai war tatsächlich alles abgearbeitet und erledigt. Rückblickend staune ich darüber, was in den letzten sechs Monaten alles passiert ist und wie sehr sich mein Alltag geändert hat. In eine absolut positive Richtung. Aber fangen wir mal ganz vorne an...


Meine Skoliose & ich. Das Jahr beginnt mit Reha und Spaß an Bewegung.


Ende Januar ging es für ich endlich in die langersehnte Reha nach Bad Salzungen, in die Katharina-Schroth-Klinik, die sich auf Skoliosepatienten spezialisiert hat.

Meine Brustwirbelsäule wurde bereits 1993, im Alter von 13 Jahren, versteift und abgesehen davon, dass ich damals jahrelang keinen Sport machen sollte (was mich damals eher gefreut hat - die Qual des Schulsports war von da an Geschichte!) habe ich die folgenden 25 Jahre ohne Probleme im Alltag gelebt. Sogar meine zwei Schwangerschaften haben meinem Rücken keine nennenswerten Probleme beschert. Erst als ich mit Mitte 30 anfing für mich Sport zu treiben - ein bisschen Yoga und Pilates hier, ein bisschen Nordic Walking da - hatte ich ständig Probleme. Überall zwickte und hakte es plötzlich. Jede kleine Belastung wurde sofort an einer anderen Stelle zur Überbelastung bzw. Fehlbelastung.


2021, nach einer Gallenblasen-OP, die mir lange nachhing und einem langen dunklen nervenaufreibenden Lockdown-Winter ging dann plötzlich gar nichts mehr. Meine Lendenwirbelsäule und mein Iliosakralgelenk blockierten sich ständig und abwechselnd. Ein MRT im Sommer zeigte noch mehr kleinere Baustellen und so wurde die Reha in die Wege geleitet.


Für mich, die 1997 mit 17 schon einmal in einer Katharina-Schroth-Klinik war, was ich damals als recht traumatisch empfand, war diese Reha tatsächlich eine unglaublich wichtige Erfahrung. Nach fast 30 Jahren war ich endlich in der Lage, meine Skoliose anzunehmen und als Teil von mir und meinem Körper zu sehen, nachdem ich sie jahrzehntelang ignoriert bzw. komplett abgelehnt habe. Die drei Wochen in Bad Salzungen haben mir nicht nur körperlich wahnsinnig gut getan, sondern auch seelisch.


Die Ärzte und das Fachpersonal dort sind absolute Experten, auf jeden Patienten wird absolut individuell eingegangen und ich habe tatsächlich wieder richtig Spaß an Sport und Bewegung gefunden. Ich kann nur jedem Skoliosepatienten eine Reha in einer Katharina-Schroth-Klinik empfehlen, zumal die meisten niedergelassenen Orthopäden nicht wirklich viel mit diesem Krankheitsbild anzufangen wissen (außer zu operieren...).


Anschließend an die Reha bin ich hier zu Hause ins I-ReNa Programm (Intensiv-Reha-Nachsorge) eingestiegen und darf noch bis Anfang August zweimal pro Woche zum Rehasport mit Aqua Jogging und Entspannung gehen. Auch das macht mittlerweile richtig viel Spaß und tut meinem Körper wirklich sehr gut. Und so habe ich sogar beschlossen, nach Beendigung des Programmes im Fitness-Studio weiterzumachen (hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt...).


Frau mit Gebäck; alte Kurklinik am See
Bad Salzungen. Kurklinik mit wunderbarem Ausblick auf den See.

Ausbildung zum NESC-Coach. Oder irgendwas mit dem Nervensystem.


Anfang Januar hatte ich mich kurzentschlossen zu Britta Kimpels Ausbildung zum Neuro-Embodied Soul Centering Coach angemeldet. Das kurze Webinar zum Thema Nervensystem und wie es uns und unseren täglichen Zustand wiederspiegelt, hat mich so gepackt, dass ich gar nicht anders konnte, als mich sofort anzumelden. Ich habe mich absolut wiedergefunden als es um das dysregulierte Nervensystem ging und wollte unbedingt lernen, wie man wieder in die Regulation kommt und dadurch auch wieder mehr Kapazitäten hat. Für mich persönlich, aber auch um diese Techniken eventuell in meinen Coachings anzuwenden.

Britta Kimpel in Aktion.

Das erste Workshop Wochenende fand während meines Reha-Aufenthalts statt und um ganz ehrlich zu sein, war ich mir erstmal nicht sicher, ob das wirklich mein Ding ist! Ich bin ein sehr verkopfter Mensch und will am liebsten alles immer analysieren und verstehen. Was sollte das ständige Fühlen und Erlauben denn bitte schön bringen?! Was sollte sich dadurch denn verändern?! Ja, ich war ziemlich skeptisch - aber mittlerweile, nach sechs Monaten Ausbildung und noch knapp 4 weiteren Monaten vor mir, bin ich einfach nur total begeistert und fasziniert! Die Entscheidung für diese Ausbildung war die beste Entscheidung überhaupt!



Praxiswoche im Kalletal und Ende meiner Coaching-Ausbildung


Kaum zurück aus der Reha ging es für mich Mitte März auch schon wieder für eine Woche ins Kalletal zum Praxisseminar meiner Coachingausbildung bei der SGD. Die Aufregung, aber auch die Vorfreude waren groß und unsere 18-köpfige Gruppe war genau richtig zusammengestellt. Ich mag große Gruppen eigentlich gar nicht gerne (und 18 Leute sind für mich schon eine seeehr große Gruppe!!), fühlte mich aber sofort wohl und angenommen. Der sehr wertschätzende Umgang miteinander hielt die ganze Woche an. Ich habe ganz wunderbare neue Menschen kennengelernt, von denen einige immer noch Teil meines Lebens sind (und hoffentlich noch eine ganze Weile bleiben 💙), wir haben in dieser Woche ganz wunderbar gespeist (großes Lob an die Küche im Gutshof Hankenegge) und ich habe nochmal ganz klar bestätigt bekommen, wie viel Spaß mir Coaching macht und wie sehr es mir liegt.


Zurück zu Hause habe ich dann vor Motivation und Inspiration nur so gestrotzt und meine restlichen zwei Module der Coachingausbildung im Rekordtempo absolviert. Seit Ende April darf ich mich nun also auch ganz offiziell psychologische Beraterin und Personal Coach nennen.

Praxis-Seminar auf Gut Hankenegge im Kalletal.

Fachberaterin für Hochsensibilität. Das I-Tüpfelchen.


Fast gleichzeitig zum Abschluss meiner Coachingausbildung habe ich auch noch an einer Weiterbildung zur Fachberaterin für Hochsensibilität vom B.I.E.K. Institut teilgenommen. Diese Weiterbildung fand online statt, so dass meine Kinder nicht wieder auf mich verzichten mussten. Ich glaube, ich hatte noch nie so ein entspanntes Online-Seminar, was wohl hauptsächlich daran lag, dass sowohl Seminarleiterin als auch alle teilnehmenden Therapeuten und Coaches hochsensibel waren und der Ablauf somit sehr gut auf unsere hochsensiblen Bedürfnisse abgestimmt war.


Viele der allgemeinen Inhalte zum Thema Hochsensibilität waren mir nicht neu, da ich mich wirklich schon sehr viele Jahre mit der Thematik befasse. Aber ich durfte noch einige neue Coachingmethoden kennenlernen, die besonders passend für HSP und ihre besonderen Herausforderungen sind. Und gerade was den Stand von aktuellen Studien angeht, konnte ich noch eine ganze Menge lernen.



Ab in die Sichtbarkeit! Eine Geschichte von Unsicherheit, Ungeduld und Sugardaddys.


Ende April habe ich dann auch endlich den Sprung in die Sichtbarkeit gewagt. Mein Business Profil ging bei Instagram online (und wo wir gerade dabei sind - falls du mir noch nicht folgst, kannst du das gerne hier tun 😉) und Mitte Mai wurde auch meine Website veröffentlicht. Was für ein komisches Gefühl, plötzlich für jedermann mit meinen teilweise doch ganz persönlichen Themen sichtbar zu sein.


Social Media macht mir Spaß, ich liebe es Content zu kreieren und mit anderen zu interagieren. Aber ich merke schon jetzt, nach knapp 10 Wochen, dass es auch ziemlich überstimmulierend und teilweise auch echt frustrierend ist und anstrengend ist. Nach 2-3 Tagen hat so ein Post seine Haltbarkeit bereits überschritten und verschwindet wieder in der Versenkung. Ständiges Präsentsein ist nicht mein Ding - kann und will mein Nervensystem auch gar nicht leisten. Und immer die Frage "Tue ich genug? Oder muss ich noch mehr tun? Was kann ich noch tun, damit meine ideale Kundin mich im Social Media Gewusel auch findet?". Geduld war noch nie meine Stärke und an manchen Tagen platzt mein Kopf fast vor Druck und Überreizung.


Was ich beim Thema Sichtbarkeit vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, sind all die Nachrichten von Männern mittleren Alters (oder welches Alter sich auch immer hinter den Profilen verbirgt), die mein "zart aussehendes Gesicht" oder meine "wunderschöne Gestalt" loben - oder sich gleich als mein neuer Sugardaddy anbieten. 😄 Ich weiß manchmal gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll!!



Bloggt denn heutzutage noch jemand?


Ja, ich. Dank Judith Peters Boom Boom Blog Challenge im Mai hat mich das Blog Fieber gepackt. Und Dank Judith sehe ich meine Website und meinen Blog nun als ruhespendende, beständigere Alternative zu Social Media, wo ich mich Stück für Stück ebenfalls zeigen und meine Inhalte mit euch teilen kann, ohne dass sie nach 2 Tagen wieder in der Versenkung verschwunden sind. 💙

Judith Peters erklärt Schritt für Schritt wie Bloggen funktioniert.

Und was ist sonst noch so passiert?


  • Ich habe meine Mütterpflegetätigkeit beim Finanzamt endgültig abgemeldet und meine Tätigkeit als psychologische Beraterin angemeldet (solche Behördendinge sind mir ein Graus...)

  • Ich hatte die Möglichkeit mehrere Testcoachings zu geben und konnte sogar eine Testkundin für einen kompletten NESC Coachingprozess gewinnen.

  • Urlaubszeit kam auch nicht zu kurz: Im April hat es uns eine Woche in den Center Park "Les Trois Forêts" in Frankreich verschlagen und im Juni für ein langes Wochenende in den Harz.


Was plane ich für die 2. Jahreshälfte?


  • weiter an meiner Sichtbarkeit arbeiten und netzwerken.

  • einen monatlichen Newsletter ins Leben rufen. ✍️

  • Website überarbeiten und Angebote konkretisieren.

  • NESC Ausbildung abschließen und erste Plätze für Coachingpakete vergeben. 💙

  • Erstellung eines Kombi-Rundum-Coachingpakets, das sowohl klassisches als auch NESC Coachings beinhaltet und noch ein paar Boni mitbringt.



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Marita Eckmann
Marita Eckmann
Jul 15, 2022

Schön, dass Du mit der Klinik so gute Erfahrungen gemacht hast, das ist sicher eine große Erleichterung. Das Buch von Noni Höfner bestelle ich gleich mal für mich (und den Lieblingsmann). Provokative Therapie war Teil meiner Ausbildung und ich habe sie mal in einem Video erlebt. Wenn die Beziehung stimmt, ist das ein tolles Tool. Und dein neues Website Design ist mir gleich aufgefallen. Toll. Ich freue mich auf unseren virtuellen Kaffee und dann kannst du mir auch noch ein bisschen was zum Thema Hochsensibilität erzählen. Ich hatte darüber kürzlich mit einer Human Design Coach gesprochen. Danke für den Einblick in Dein erstes Halbjahr! Marita PS: Mit Insta habe ich auch so meine liebe Mühe. Es macht mein Leben so unruhig. Deshalb…

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