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Januar bis Juni 2022. Mein persönlicher Rückblick auf die ersten 6 Monate des Jahres

Aktualisiert: 17. Dez. 2022

Ende letzten Jahres befand ich mich in einem ziemlichen Loch. Wie sollte nur alles werden? Wie sollte es mit meiner Mütterpflegetätigkeit weitergehen? Oder sollte ich mich komplett aufs Coaching konzentrieren? Zwischen den Jahren habe ich mich dann hingesetzt und einen Halbjahresplan aufgesetzt, mit allem, was ich bis Ende Mai erreichen wollte. Schritt für Schritt, Monat für Monat eingeteilt. Und ich habe es tatsächlich geschafft, alle meine Ziele zu erreichen - wenn vielleicht auch nicht immer zu den geplanten Zwischenetappenzielen, aber Ende Mai war tatsächlich alles abgearbeitet und erledigt. Rückblickend staune ich darüber, was in den letzten sechs Monaten alles passiert ist und wie sehr sich mein Alltag geändert hat. In eine absolut positive Richtung. Aber fangen wir mal ganz vorne an...


Meine Skoliose & ich. Das Jahr beginnt mit Reha und Spaß an Bewegung.


Ende Januar ging es für ich endlich in die langersehnte Reha nach Bad Salzungen, in die Katharina-Schroth-Klinik, die sich auf Skoliosepatienten spezialisiert hat.

Meine Brustwirbelsäule wurde bereits 1993, im Alter von 13 Jahren, versteift und abgesehen davon, dass ich damals jahrelang keinen Sport machen sollte (was mich damals eher gefreut hat - die Qual des Schulsports war von da an Geschichte!) habe ich die folgenden 25 Jahre ohne Probleme im Alltag gelebt. Sogar meine zwei Schwangerschaften haben meinem Rücken keine nennenswerten Probleme beschert. Erst als ich mit Mitte 30 anfing für mich Sport zu treiben - ein bisschen Yoga und Pilates hier, ein bisschen Nordic Walking da - hatte ich ständig Probleme. Überall zwickte und hakte es plötzlich. Jede kleine Belastung wurde sofort an einer anderen Stelle zur Überbelastung bzw. Fehlbelastung.


2021, nach einer Gallenblasen-OP, die mir lange nachhing und einem langen dunklen nervenaufreibenden Lockdown-Winter ging dann plötzlich gar nichts mehr. Meine Lendenwirbelsäule und mein Iliosakralgelenk blockierten sich ständig und abwechselnd. Ein MRT im Sommer zeigte noch mehr kleinere Baustellen und so wurde die Reha in die Wege geleitet.


Für mich, die 1997 mit 17 schon einmal in einer Katharina-Schroth-Klinik war, was ich damals als recht traumatisch empfand, war diese Reha tatsächlich eine unglaublich wichtige Erfahrung. Nach fast 30 Jahren war ich endlich in der Lage, meine Skoliose anzunehmen und als Teil von mir und meinem Körper zu sehen, nachdem ich sie jahrzehntelang ignoriert bzw. komplett abgelehnt habe. Die drei Wochen in Bad Salzungen haben mir nicht nur körperlich wahnsinnig gut getan, sondern auch seelisch.


Die Ärzte und das Fachpersonal dort sind absolute Experten, auf jeden Patienten wird absolut individuell eingegangen und ich habe tatsächlich wieder richtig Spaß an Sport und Bewegung gefunden. Ich kann nur jedem Skoliosepatienten eine Reha in einer Katharina-Schroth-Klinik empfehlen, zumal die meisten niedergelassenen Orthopäden nicht wirklich viel mit diesem Krankheitsbild anzufangen wissen (außer zu operieren...).


Anschließend an die Reha bin ich hier zu Hause ins I-ReNa Programm (Intensiv-Reha-Nachsorge) eingestiegen und darf noch bis Anfang August zweimal pro Woche zum Rehasport mit Aqua Jogging und Entspannung gehen. Auch das macht mittlerweile richtig viel Spaß und tut meinem Körper wirklich sehr gut. Und so habe ich sogar beschlossen, nach Beendigung des Programmes im Fitness-Studio weiterzumachen (hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt...).


Frau mit Gebäck; alte Kurklinik am See
Bad Salzungen. Kurklinik mit wunderbarem Ausblick auf den See.

Ausbildung zum NESC-Coach. Oder irgendwas mit dem Nervensystem.


Anfang Januar hatte ich mich kurzentschlossen zu Britta Kimpels Ausbildung zum Neuro-Embodied Soul Centering Coach angemeldet. Das kurze Webinar zum Thema Nervensystem und wie es uns und unseren täglichen Zustand wiederspiegelt, hat mich so gepackt, dass ich gar nicht anders konnte, als mich sofort anzumelden. Ich habe mich absolut wiedergefunden als es um das dysregulierte Nervensystem ging und wollte unbedingt lernen, wie man wieder in die Regulation kommt und dadurch auch wieder mehr Kapazitäten hat. Für mich persönlich, aber auch um diese Techniken eventuell in meinen Coachings anzuwenden.

Britta Kimpel in Aktion.

Das erste Workshop Wochenende fand während meines Reha-Aufenthalts statt und um ganz ehrlich zu sein, war ich mir erstmal nicht sicher, ob das wirklich mein Ding ist! Ich bin ein sehr verkopfter Mensch und will am liebsten alles immer analysieren und verstehen. Was sollte das ständige Fühlen und Erlauben denn bitte schön bringen?! Was sollte sich dadurch denn verändern?! Ja, ich war ziemlich skeptisch - aber mittlerweile, nach sechs Monaten Ausbildung und noch knapp 4 weiteren Monaten vor mir, bin ich einfach nur total begeistert und fasziniert! Die Entscheidung für diese Ausbildung war die beste Entscheidung überhaupt!



Praxiswoche im Kalletal und Ende meiner Coaching-Ausbildung


Kaum zurück aus der Reha ging es für mich Mitte März auch schon wieder für eine Woche ins Kalletal zum Praxisseminar meiner Coachingausbildung bei der SGD. Die Aufregung, aber auch die Vorfreude waren groß und unsere 18-köpfige Gruppe war genau richtig zusammengestellt. Ich mag große Gruppen eigentlich gar nicht gerne (und 18 Leute sind für mich schon eine seeehr große Gruppe!!), fühlte mich aber sofort wohl und angenommen. Der sehr wertschätzende Umgang miteinander hielt die ganze Woche an. Ich habe ganz wunderbare neue Menschen kennengelernt, von denen einige immer noch Teil meines Lebens sind (und hoffentlich noch eine ganze Weile bleiben 💙), wir haben in dieser Woche ganz wunderbar gespeist (großes Lob an die Küche im Gutshof Hankenegge) und ich habe nochmal ganz klar bestätigt bekommen, wie viel Spaß mir Coaching macht und wie sehr es mir liegt.


Zurück zu Hause habe ich dann vor Motivation und Inspiration nur so gestrotzt und meine restlichen zwei Module der Coachingausbildung im Rekordtempo absolviert. Seit Ende April darf ich mich nun also auch ganz offiziell psychologische Beraterin und Personal Coach nennen.