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"Ich muss doch (wieder) funktionieren!" - Auf dem Weg zur Heilung nach dem Burnout

Wenn du bereits einen Burnout erlebt hast und dich gerade in der Genesungsphase befindest: Ich fühle dich!  Diese Zeit ist eine Herausforderung, voller Zweifel und Ängste, aber auch voller Hoffnung und neuer Erkenntnisse über dich selbst.


Du weißt, wie wichtig es nun ist, dir Zeit und Ruhe zu geben, um zu heilen. Du versuchst dich an das zu halten, was du in der Therapie gelernt hast - und oft klappt das auch schon richtig gut. Und dennoch wirst du immer wieder von der Angst überwältigt, doch irgendwie bald endlich wieder funktionieren zu müssen! Deine Auszeit muss doch auch irgendwann mal zum Ende kommen...



Der Druck, zurück ins “normale Leben” zu kommen, kann erdrückend sein. Und ich weiß, du kannst ihn nicht einfach abstellen, auch wenn du weißt, dass er deiner Genesung nicht guttut.


Du würdest so gerne wieder die Alte sein; wieder am Leben teilhaben, wie früher und die Erwartungen deiner Familie, Freunde und Arbeitskollegen erfüllen. Einfach ganz normal sein! Wie soll es jetzt nur weitergehen?


Zurück ins alte Leben ist keine Option!


Du wirst nicht mehr die Alte sein. Und das ist auch gut so! Denn genau das hat dich erst krank gemacht. Die Angst vor dem Unbekannten ist normal, aber du hast es schon so weit geschafft! Schon so viel für dich getan! Du hast jetzt die Möglichkeit, dich neu zu erfinden. Gib dir die Zeit dafür, die es braucht und taste dich in kleinen Schritten vorwärts.


Es darf nun etwas Neues wachsen. Etwas, das mehr im Einklang mit dir steht. Und es ist völlig okay, sich unsicher zu fühlen, solange du auch Vertrauen in deinen Heilungsprozess hast.


Der Neuanfang nach dem Burnout ist auch immer eine große Chance


Sich neu zu erfinden bedeutet auch, alte Muster und Rollen loszulassen, um Raum für Veränderung und Wachstum zu schaffen. Du hast nun die Möglichkeit neue Interessen zu entdecken, neue berufliche Wege einzuschlagen, gesündere Beziehungen aufzubauen oder dich neuen Lebenszielen zu widmen.


Wichtig ist, dass du dich nicht überforderst, sondern in kleinen Schritten vorwärtsgehst.

Bleib innerhalb deiner Komfortzone!


Diese ersten Schritte könnten darin bestehen, erst einmal:

  • gesunde Gewohnheiten zu etablieren,

  • Grenzen zu setzen,

  • Zeit für Selbstfürsorge einzuplanen,

  • neue Interessen oder Aktivitäten auszuprobieren

  • eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung etablieren


Erinnere dich daran, dass deine Genesung kein Sprint ist, sondern ein Marathon, und dass deine Gesundheit jetzt oberste Priorität hat.


In kleinen Schritten zurück in die Welt


Überlege dir ganz genau, was dir jetzt guttun würde. Und achte dabei nicht nur darauf, was dir dein vernünftiger, konditionierter Verstand sagt, sondern spüre dabei auch ganz genau in deinen Körper hinein.


  • Soziale Interaktionen

Beginne langsam, wieder soziale Kontakte zu knüpfen, indem du dich beispielsweise mit engen Freunden oder Familienmitgliedern triffst. Wähle Orte und Aktivitäten, die dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Prüfe aber auch, welche dieser Kontakte dir guttun oder eventuell nur noch mehr Energie entziehen.


  • Hobbys und Interessen

Hole dir wieder Hobbys oder Interessen zurück in den Alltag, die dir Freude bereiten, jedoch ohne dich zu überfordern. Vielleicht möchtest du ein altes Hobby wieder aufnehmen oder etwas Neues ausprobieren, das dich interessiert?


  • Berufliche Wiedereingliederung

Wenn du dich bereit fühlst, den beruflichen Bereich wieder anzugehen, sprich mit deinem Arbeitgeber über ein Wiedereingliederungsverfahren, flexible Arbeitszeiten oder reduzierte Stunden. Setze klare Grenzen und priorisiere deine Gesundheit. Überdenke gegebenenfalls, ob dein momentaner Arbeitsplatz oder sogar dein momentaner Beruf dir und deinen Bedürfnissen überhaupt grundlegend entsprechen oder ob vielleicht sogar ein Jobwechsel bzw. eine Umschulung eine gute Option für dich wäre.


  • Natur und Umgebung

Verbringe viel Zeit an der frischen Luft und nutze die heilende Kraft der Natur, um dich zu erden und neue Energie zu tanken. Spaziergänge im Wald oder am Wasser können beruhigend und erfrischend zugleich sein.


  • Therapeutische Unterstützung

Suche bei Bedarf professionelle Unterstützung durch Therapie, Beratung oder Coaching. Ein Therapeut oder Coach kann dir helfen, deine Gedanken und Gefühle zu sortieren, konkrete Bewältigungsstrategien zu entwickeln und dich bei deinem Neuanfang unterstützen.


Erlaube dir die Zeit zu nehmen, die es braucht


Die Rückkehr in die Welt nach einem Burnout erfordert Geduld, Selbstmitgefühl und die Bereitschaft, kleine Schritte zu unternehmen. Es ist wichtig, sich nicht zu überfordern und sich Zeit zu nehmen, um sich zu erholen und zu regenerieren. Das geht nicht in ein paar Wochen.


Mit der richtigen Unterstützung und den passenden Strategien kannst du langsam, aber sicher wieder zurück zu einem erfüllten Leben finden - und dieses Mal so, wie du es brauchst! 🤍


 

Möchtest du Hand in Hand mit deinem Nervensystem ankommen in Stabilität und Sicherheit?





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