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Tool: Triggerdekonditionierung

Die Triggerdekonditionierung ist ein Tool, um den Shift (also die Entspannung und das Gefühl der Sicherheit) im Nervensystem, der beim SPÜREN & ERLAUBEN stattfindet, auf neuronaler Ebene nachhaltig zu verankern.


Schauen wir uns einmal an, wie das funktioniert:


Ein Shift des Nervensystems tritt ein, wenn wir über das Spüren & Erlauben in einer NESC-Session quasi die Verbindung des Themas oder der belastenden Situation, mit der wir ins Spüren gegangen sind, mit den Gefühlen von Angst und Stress kappen und das Nervensystem in einen Zustand der Sicherheit wechselt. Das zeigt sich meist anhand einer tiefen Entspannung, Offenheit, dem Gefühl von Weite und einer tiefen, fließenden Atmung.


Mit diesem einen Shift ist die Programmierung, wie das Nervensystem auf das ursprüngliche Thema reagiert, allerdings noch nicht überschrieben.


Indem ich das Trigger-Thema nach dem Shift wieder heranziehe, reagiert der Körper sofort wieder mit einer Aktivierung. Im besten Fall allerdings schon nicht mehr ganz so extrem, wie am Anfang. Und das machen wir uns zunutze!


Bei der Triggerdekonditionierung stellt sich der Coachee vor, dass er den Trigger (also das Thema) näher an sich heranholt, so weit es ihm möglich ist, während er versucht, weiterhin im geshifteten Zustand zu bleiben. Die daraufhin folgende leichte Aktivierung wird gespürt und ausgehalten, bis sie von alleine wieder abebbt. Wird der Trigger zu schnell zu nah herangeholt (und löst eine zu starke Aktivierung aus), schiebt der Coachee ihn wieder etwas von sich weg, bis die Aktivierung sich (aus)halten lässt und das Nervensytem wieder in einen Shift geht.


Wie weit muss der Trigger entfernt sein, damit er zwar da sein darf, aber das Nervensystem nicht beeinflusst?


Hier heißt es ausprobieren, sich dem Trigger immer wieder nähern, aushalten, entspannen, wieder näher heranholen etc. bis am Ende das Trigger-Thema keine Sympathikusaktivierung mehr im Nervensystem hervorruft.


Das heißt, wir integrieren den Trigger! Er darf weiterhin existieren, wir werden nicht davor fliehen oder versuchen, ihn zu entfernen. Sondern die Reaktionsweise des Körpers, die auf den Trigger folgt, wird von innen heraus eine andere.


Ich nutze die Triggerdekonditionierung auch immer mal wieder in Kurzform während meiner NESC-Sessions, um zu überprüfen, wie stabil ein Shift ist, der im Nervensystem stattgefunden hat. Dabei hole ich das ursprüngliche Thema bzw. die belastende Situation nochmal in die Entspannung und lasse meine Klientin spüren, welche Körperempfindungen (noch) aufkommen, um dann in eine weitere Runde Spüren & Erlauben zu gehen.


So kann eine Neukonditionierung auch auf neuronaler Ebene stattfinden.


Es reicht nämlich nicht, nur auf der rationalen Ebene mit einem Trigger zu arbeiten. Du kennst das bestimmt selbst: Auch wenn dein Kopf genau weiß, dass dir in einer bestimmten Situation rational gesehen eigentlich gar keine Gefahr droht, reagiert dein Körper trotzdem sofort, ohne, dass du es beeinflussen kannst. Jegliche rationalen Kriterien werden sozusagen schneller vom Nervensystem überschrieben, als du denken kannst.


Versuchst du, ein Thema, das dich triggert, von dir wegzuschieben oder zu ignorieren, verhärten sich diese neuromuskulären Muster nur weiterhin. Bei der Triggerdekonditionierung lernt dein Nervensystem, dass das Trigger-Thema da sein darf, aber deine Sicherheit nicht gefährdet. So kann sich die Verbindung zwischen deinem Thema und dem neuromuskulären Muster lösen.


Das heißt, mit etwas Übung kannst du an dein Trigger-Thema denken oder ihm sogar im realen Leben gegenüberstehen, aber dein Nervensystem bleibt in der Balance und empfindet keine Gefahr.

 

In meinem NESC Coaching begleite ich dich genau dabei, halte den Raum für dich und führe dich durch den Prozess. Ich gebe dir alle notwendigen Tools mit an die Hand, damit du nach unserer Zusammenarbeit deinen ganz eigenen Prozess alleine weitergehen kannst.



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