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Zurechtrücken des eigenen Selbstbildes

Und warum es für hochsensible Frauen so wichtig ist!


Der allererste Schritt auf dem Weg als hochsensible Frau ein ausgeglicheneres, selbstbestimmteres Leben führen zu können, ist die Erkenntnis: "Ja, ich bin hochsensibel!"

Oftmals ist diese Erkenntnis mit einer enormen Erleichterung gepaart. Endlich gibt es einen Namen für das So-Sein! Und es gibt noch ganz viele andere, denen es genauso geht.


Das Gefühl irgendwie anders zu sein, anders zu fühlen, zu funktionieren und zu handeln, andere Bedürfnisse zu haben als die Mehrheit da draußen, macht etwas mit uns. Genau wie die oftmals bewertenden und abwertenden Kommentare aus der Ursprungsfamilie, der Schule, dem Freundeskreis - später in der Ausbildung, im Studium und schließlich im Bekannten- und Kollegenkreis. Wenn du ständig auf Unverständnis und sogar Kritik bezüglich der eigenen Wesensart trifft, bist du irgendwann zwangsläufig ebenfalls davon überzeugt, dass mit dir irgendetwas nicht stimmen kann. Schlussendlich wollen wir doch alle akzeptierte und vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sein.


Viele hochsensible Menschen halten sich sogar oft für psychisch krank und therapiebedürftig, bevor sie auf das Thema Hochsensibilität stoßen. Gerade der Zustand der Übererregung, in den sie bei Überbelastung und Reizüberflutung schnell geraten, die ständige Erschöpfung unter der viele HSP leiden, die ihren Lebensstil noch nicht an ihre Hochsensibilität angepasst haben oder die hohe emotionale Reaktivität führen zu dieser Vermutung.


Die Entdeckung des Wesensmerkmals Hochsensibilität und das Wissen, was dahintersteckt, legitimiert all die Dinge, die wir vorher als Makel, Schwäche oder Krankheit gesehen haben. Unser Kopf weiß jetzt Bescheid! Allerdings bleibt das Gefühl, dass mit uns irgendetwas nicht richtig ist, trotzdem bestehen. Es ist bereits tief in uns und unserem Körper verankert.


Ein erster Schritt, dieses Gefühl loslassen zu können, ist das Zurechtrücken des eigenen Selbstbildes!

Frau steht im Wald und macht mit ihren Fingern ein Herz

Unsere Gedanken bedingen unsere Gefühle


Das, was wir über eine Sache denken oder zu denken gelernt haben, bestimmt, wie wir uns diesbezüglich fühlen. Hört sich ganz einfach an, stimmt's? Aber ganz so einfach ist es leider nicht.


Um ein grundlegend neues Lebensgefühl mit dem Wissen um die eigene Hochsensibilität zu erlangen, ist es nötig, vergangene und gegenwärtige Erfahrungen in einem neuen Licht zu sehen, bzw. umdeuten zu können. So kann aus Wahrnehmungsstörung = Wahrnehmungsbegabung oder aus Unzulänglichkeit = Besonderheit werden.


Im ersten Moment mag das so daher kommen, als wolle man sich ein eigentlich neutrales Persönlichkeitsmerkmal (denn das ist Hochsensibilität - sie ist weder negativ noch positiv) "schönreden" oder sich sogar auf einen Podest stellen - besser sein wollen, als die Nicht-HSPler. Nach so vielen Jahren des "Sich-nicht-richtig-fühlens" und mit Prädikaten wie "überempfindlich", "seltsam", "schwierig" und "labil", ist es nur allzu verständlich erstmal nach den positiven Aspekten zu suchen.


Jahrelang hat das Fremdbild das Selbstbild der hochsensiblen Person geprägt


"Du bist viel zu empfindlich!"

"Immer musst du so übertreiben!"

"Du bist schwierig!"

"Du bist total komisch, irgendwas stimmt nicht mit dir!"

"Mit dir kann man gar nichts anfangen!"


Kommen dir solche Kommentare bekannt vor? Mir schon. Und diese Zuschreibungen haben wir verinnerlicht, was unser Selbstwertgefühl ungemein geschwächt hat. Indem du aber nun dein Selbstbild zurechtrückst - mit dem neuen Wissen um deine Hochsensibilität - wirst du feststellen, dass du all diese Zuschreibungen infrage stellen darfst. Du darfst sie sogar umschreiben:


"Ich bin hochsensibel und empfinde, denke, reagiere und handle deshalb in vielen Momenten anders als die meisten anderen!"


Du weißt jetzt, dass dein So-Sein kein Problem oder gar eine psychische Störung darstellt und kannst dein Selbstbild Stück für Stück mit deinem neuen Wissen zurechtrücken. Im Coaching können wir uns verschiedene Situationen aus deiner Vergangenheit oder Gegenwart näher anschauen und herausfinden, wie deine Hochsensibilität dich genau so und nicht anders hat handeln lassen. Warum du gar nicht anders hättest reagieren können und warum es genau so richtig war! Warum es okay war/ist, auch wenn die anderen es vielleicht nicht verstehen.


Dadurch entsteht viel Selbstmitgefühl und Empathie mit sich selber bzw. der Person, die man in der Vergangenheit war und heute ist. Allein das verändert deine Gefühle und ist der Beginn davon, alte Verletzungen und Abwertung der eigenen Person loslassen zu können.


Möchtest du dabei von mir unterstützt werden? Dann schau dir gerne meine Coachingangebote an und vereinbare einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch!


Oder hast du Fragen? Dann schreib mir! Ich freue mich auf dich! 💙