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Dein Nervensystem ist wie eine Tasse. Ein Erklärungsmodell.

Aktualisiert: 28. Apr.

Stell dir vor, dein Nervensystem ist eine Tasse.


Alle Reize, die täglich auf dich einströmen, fließen in diese Tasse: Geräusche, Gespräche, Aufgaben, Emotionen, körperliche Empfindungen, Sorgen, soziale Interaktionen — alles landet dort. Solange die Tasse nicht voll ist, kannst du gut funktionieren, bist präsent, flexibel, handlungsfähig.


Aber irgendwann läuft sie über.


Warum manche Tassen schneller voll sind als andere


Nicht alle Tassen sind gleich groß und nicht alle füllen sich gleich schnell.


Bei hochsensiblen Menschen fließen mehr Reize hinein als bei anderen. Die Wahrnehmung ist durchlässiger, die Verarbeitung tiefer, die Intensität größer. Das ist keine Schwäche, es ist die Art, wie dieses Nervensystem gebaut ist. Aber es bedeutet, dass die Tasse strukturell schneller voll wird.


Dazu kommt: Wie voll die Tasse bereits ist, beeinflusst, wie viel Platz noch bleibt. An einem Tag, an dem du ausgeruht und geerdet aufwachst, kann der volle Supermarkt, das lange Meeting, der Lärm der Kinder, alles noch gut gehalten werden. An einem Tag, an dem du schon mit einer unerledigten Aufgabe aufwachst, die Erkältung sich ankündigt und das erste Gespräch am Morgen bereits zu viel war, da reicht ein Kleinigkeit, um die Tasse zum Überlaufen zu bringen.

Das ist kein Überreagieren. Das ist Physik.




Was das Fassungsvermögen bestimmt


Hier liegt etwas Wichtiges, das oft übersehen wird: Es geht nicht nur darum, wie viele Reize hineinfließen — sondern in welchem Grundzustand sich dein Nervensystem befindet.


Ein reguliertes Nervensystem hat mehr Kapazität. Es kann mehr halten, bevor es überläuft. Ein dysreguliertes Nervensystem hat weniger Spielraum, es ist quasi schon halb voll, bevor der Tag richtig beginnt.


Das erklärt, warum dieselbe Situation an verschiedenen Tagen völlig unterschiedlich wirkt. Nicht, weil du schwächer geworden bist. Sondern, weil das Fassungsvermögen deiner Tasse sich verändert hat.


Was du tun kannst — und was nicht


Die Reize wirst du nicht abstellen können. Hochsensibilität bleibt ein Teil von dir und das muss sie auch nicht ändern.


Was sich verändern kann, ist das Fassungsvermögen deiner Tasse. Durch konsequente Nervensystemarbeit, durch neue körperliche Erfahrungen, durch Regulation, durch das Erlernen dessen, was dein System wirklich braucht, kann das Nervensystem lernen, mehr zu halten, ohne sofort überzulaufen.


Das passiert nicht durch Willenskraft. Es passiert dadurch, dass du aufhörst, gegen dein Nervensystem zu arbeiten — und anfängst, mit ihm zu arbeiten.



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Nina Payer | Coaching

Psychologische Beraterin & Personal Coach

Fachberaterin für Hochsensibilität

Nervensystem Coach (NESC)

Hypnose-Coach

Entspannungstherapeutin

© 2025 Nina Payer Coaching

Körperorientiertes Nervensystem-Coaching & Hypnose Coaching

Online & in Präsenz in Cölbe bei Marburg für den

Raum Marburg-Biedenkopf, Gießen und Umgebung.

Praxisräume:

Fliederweg 6, 35091 Cölbe

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